#allesPerfekt „Was bedeutet Perfekt für mich…und bin ich Perfekt? „

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Die liebe Dani von Glucke und so ruft zur Blogparde mit dem Thema #allesPerfekt auf.

Als erstes müsste ich mich bei dem Thema fragen, was das Wort Perfekt bedeutet.

Also der deutsche Duden erklärt das Wort Perfekt so:

1. frei von Mängeln, vollkommen

2. (umgangssprachlich) endgültig abgemacht; nicht mehr änderbar

 

Was bedeutet Perfekt jetzt für mich als Person? In meinem Leben? In meiner Erziehung? In meinem Umgang mit den Mädchen? In meiner Ehe? usw.

Ich würde mich mit allen Lebensbereichen nie als Perfekt bezeichnen. Ich habe natürlich Ecken und Kanten und stoße auch mal damit an. Ich würde sogar noch weiter gehen und behaupten, dass es nicht den oder die Perfekte Person gibt. Ich werde da jetzt sicherlich in ein Wespennest gestochen haben, aber das ist mir jetzt mal egal.

Ich als Mutter versuche immer mein, mir Best möglichstes, zu geben. Ich liebe meine Mädchen und zeige Ihnen diese Liebe ganz offen. Sie wissen, dass sie immer zu mir kommen können, auch wenn ich mal schimpfe. Es kommt vor, dass sich meine Mädchen ungerecht behandelt fühlen, wenn ich sie erziehe und ihnen Normen und Werte versuche zu vermitteln. Falls ich etwas ungerecht bin entschuldige ich mich auch bei ihnen! Das ist normal. Ich kann nicht immer alles wissen, aber ich kann immer mein mir bestes geben und das mache ich. Ich behaupte von mir, dass ich eine strenge Mutter bin und dennoch liebe ich meine Kinder und erhebe unter keinen Umständen meine Hand Ihnen gegenüber. Ich erheben mal die Stimme, vor allem wenn ich gereizt und gestresst bin, dennoch gebe ich ihnen gegenüber danach zu, dass dieses gerade ein Fehler meinerseits war. Ich bin immer für meine Mädchen da und wenn es sein muss, dann werde ich gleich zum doppelten Löwen. Ich beschütze meine Kinder und gebe Ihnen dennoch den Freiraum, den sie wünschen, bzw. den ich ihnen bereits zutraue. Ich erwarte eine Gewisse Selbständigkeit von meinen beiden, dennoch reiche ich meine helfende Hand. Ich mache als Mutter sicherlich Fehler und werde mich unter keinen Umständen davon frei sprechen. Ich lerne täglich noch dazu. Ich möchte eine gute Mutter sein, aber eine perfekte Mutter? Nein das bin ich nicht!

Ich habe nicht immer ein sauber gelecktes, steriles Haus und es gibt immer ein paar chaotische Ecken bei uns. Ich komme nicht mit der ganzen Wäsche hinterher und habe auch mal keine Lust einfach einen Handschlag zu machen. Ich sehe zu, dass es so weit ordentlich ist und das man sich wohlfühlt. Aber macht mich das gleich zu einer schlechten Hausfrau? Ich gehe Vollzeit arbeiten und daher hilft auch mein haute Couture im Haushalt mit. Auch er arbeitet Vollzeit und wir wuppen es dennoch. Nein wir leben nicht das klassische Bild, dass der Mann im Haus das Geld anschafft und die Frau sich um Haus und Kinder kümmert. Ich finde, dass wir uns mittlerweile gut eingespielt haben und gut arrangieren. Ich bekomme auch nie von Ihm zu hören, dass ich eine schlechte Hausfrau bin. Wir sind uns einig, dass jeder von uns in Sachen Haushalt seine Stärken und Schwächen hat und daher ergänzen wir uns recht gut. Dass macht mich garantiert nicht zur perfekten Hausfrau, dennoch mache ich meinen Job zu Hause gut. Nicht5 perfekt, aber das erwartet keiner von mir. Natürlich ärgert mich das oft, wenn ich mein gestecktes Ziel nicht erreicht habe und ich bin dann richtig wütend auf mich und zweifle auch mal an meiner Fähigkeit als Hausfrau, aber ich darf nicht vergessen, dass ich auch noch Berufstätig bin und ich schaffe es einfach nicht so. Das Fernsehen und manche Zeitungen verkaufen einem immer das Perfekte Bild einer berufstätigen Mutter, die einfach alles mit Leichtigkeit schafft. Kinder, Haushalt und Job. Aber ich nicht! Und ich behaupte auch hier, dass es sicher die wenigsten perfekt hinbekommen.

Ich bin nicht der Typ Ehefrau, der den Mann nach seiner Arbeit mit den Pantoffeln und der Zeitung in der Hand erwartet. Ich stehe nicht geputzt und gestriegelt mit einer Schürze in der Küche und habe die Mädchen fein gemacht. Ich überfalle auch mal meinen Mann nach der Arbeit und lasse Ihm nicht 5 Minuten um nach Hause zu kommen. Wir lieben uns, auch wenn ich in so manchen Diskussionen meinen Dickkopf durch setzen will. Wir liefern uns so manchmal Wortgefechte und keiner möchte so schnell klein bei geben. Dennoch verlassen wir uns blind aufeinander und sind immer da um dem anderen den Rücken zu stärken. Wir gehen durch dick und dünn, auch wenn wir sehr unterschiedliche Ansichten haben in einigen Dingen. Mein Mann ist ein klassischer Kopf Mensch, ich ein klassischer Bauch Mensch. Aber trotz allem Lieben und respektieren wir uns! Nein ich bestätige nicht das perfekte Bild einer Ehefrau, aber für meinen Mann bin ich seine perfekte Frau.

Meine Eltern sind stolz auf mich. Das sagen sie mir immer wieder. Sie finden es toll, dass ich die große mit 22 bekommen habe, dass ich meine Ausbildung fortgesetzt und beendet habe und dass ich jetzt eine so tolle Familie habe. Dennoch habe ich es Ihnen nicht immer leicht gemacht und bereite Ihnen sicherlich auch heute noch Sorgen. Ganz ehrlich? Welches Elternteil sorgt sich nicht um sein Kind? Ganz egal, wie perfekt das Kind ist. ich bin kein Perfektes Kind, aber in den Augen meiner Eltern bin ich ein gelungenes Kind. Das hört sich jetzt vieleicht abgedroschen an… Sie sagen es allerdings immer mal wieder. Also im Bezug auf, stell dir mal vor, du hättest uns immer nur Sorgen bereitet. Sie zeigen mir so unter anderem Ihre Liebe und ich freue mich, wenn sie sich für ihre Art Erziehung an mir dafür Loben in dem Sie sich so ausdrücken.

Meine Freunde kennen und lieben oder kennen und hassen mich. Wobei bei letzterem kann man maximal von Bekannten reden. Ich bin kein Perfekter typ Mensch, aber man kann sich auf mich verlassen. ich bin für Blödsinn zu haben und habe immer ein offenes Ohr für meine Freunde. ich bin eine Zicke mit Ecken und Kanten und dennoch gibt es diese Hand voll Menschen, die schon nicht mehr nur Freunde, sondern Familie für mich sind. Diese besonderen Menschen habe ich in mein Herz geschlossen und Sie mich auch. Egal wie ich als Mensch bin. Sie wissen, was sie an mir haben und schätzen mich, so wie ich bin. Auch ich vergesse als Freundin mal einen Geburtstag oder vergreife mich im Ton, dennoch nimmt man es mir nicht krumm.

Fazit:

Ich bin eine unperfekte Person und ich fühle mich damit wohl. Denn dieses unperfekte, eckige und kantige macht mich als Mensch, Mutter, Tochter, Ehefrau und Freundin so einzigartig! Das bin ich und so mögen mich die meisten und vor allem mir wichtigsten Menschen und ich mich selbst.
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3 Kommentare

  1. Mit dem Perfekt sein ist es wie mit dem Normal sein. Nichts ist normal, nur weil alle es tun.

    Deine Schwächen hier aufzuzeigen, hat schon wieder eine starken Drang nach doch Perfekt sein ;)…wobei ich keine Schwächen erkennen kann.

    Liebe Grüße
    Kathrin

    1. Vielen Dank für dein Kommentar!
      Ich wollte damit nur aufzeigen, dass Perfekt nicht immer perfekt heißt, wie es definiert wird.
      Für mein Verständnis von perfekt auf mich bezogen bin ich so perfekt, wie ich unperfekt bin. Verstehst du?
      Ich bin so wie ich bin genau richtig.
      Liebe grüße

      1. Ja! Das wollte ich mit meinem Kommentar sagen 😉

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