Wie mich meine Kinder verändert haben

Die liebe Frida ruft zur Blogparade auf. Sie fragt nach, wie sich Eltern verändert haben, seit dem sie Eltern sind. 

Wie habe ich mich verändert, seit dem ich meine Mädchen hab?

Ich wurde „Reif“ 😉

Ich habe die Große bereits mit 22 entbunden. Zur Zeit der Schwangerschaft befand ich mich gerade im 1. Lehrjahr. Ich muss zugeben, dass es erst mal ein Schock für mich war. Ich habe mich aber sehr schnell mit der Situation angefreundet und zurechtgefunden. Für mich stand von vornherein fest, dass ich das Kind haben will und bekommen werde. Ebenso stand feste, dass ich meine Ausbildung beenden werde. Das habe ich auch wirklich so umgesetzt. Es gab zwar Menschen in meinem Umfeld, die mich für meine „Naivität“ belächelten, die aber hinterher sagten „Hut ab“. Man sagt mir nach, dass ich mit der Schwangerschaft und vor allem mit den Kindern Erwachsen wurde. Mein Fokus habe sich verändert. Das letztere kann ich nur bestätigen. Ich habe selbst gemerkt, dass ich mich nicht mehr für Partys, Promis und das gehabe und getue meiner Kurskameraden interessierte. Mir war es gleichgültig, wann wer wie viel getrunken hat und wer mit wem rumknutschte. Ich habe auch nicht verstanden, dass viele noch bei Ihren Eltern wohnten und Ihr Geld für Partys, Klamotten und Make-up aus dem Fenster warfen. Ich war froh, dass ich mit meiner kleinen Familie eigene 4 Wände hatte und wir den Kühlschrank gut gefüllt hatten. Ich habe zu gesehen, dass genug Windeln im Haus sind und das mein Kind sich wohl fühlt und Ihr an nichts fehlt.

Heute verstehe ich meine Eltern

Früher habe ich auf meine Eltern zum Teil bitterlich geschimpft und nicht verstanden, wie sie so handeln konnten. Ich begriff nicht, dass sie mich beschützen wollten, dass sie mir nichts „Böses“ wollten und dass sie mich nur lieben, auch wenn es mir nicht passte, was sie machen. Heute weiß ich, dass sie mit Ihrem handeln und Ihren Regeln Recht hatten und dass sie mir wirklich nicht schaden wollten und aus Liebe handelten. Auch ich handel aus Liebe zu meinen Mädchen. Auch wenn ich schimpfe und Ihnen die Welt versuche zu erklären. Ich möchte sie Beschützen, auch wenn es Sie nervt. Ich möchte nicht, dass sich die Mädchen an einer heißen Herdplatte verletzen, und versuche immer wieder zu erklären, dass man diese nicht anfasst. Ich möchte auch nicht, dass meine Mädchen mit Fremden Menschen reden oder mitgehen, auch wenn Ihr diese noch so sympathisch vorkommen. Man kann Menschen nur vor den Kopf schauen, aber nicht in sie hinein.  Meine Kinder sollen lernen mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, aber dennoch Achtsam zu sein. Sie sollen nicht ängstlich sein, aber wachsam.

Ich sehe die Welt aus einer anderen Perspektive

Meine Mädchen haben mir gezeigt, bzw. zeigen mir täglich, dass man nicht immer von oben Dinge betrachten sollte. Sie zeigen mir, dass es nicht immer rational vorgeht. Ich bin zwar eher der Bauch-Mensch und dennoch öffnen mir die Kinder meine Augen.

So sehe ich, dass ein rostiger Nagel nicht einfach ein rostiger Nagel ist oder das der Abdruck einer Pfoten eines Hundes auch von einem kleinen Dino stammen könnte. Sie zeigen mir, wie blöd manche Erwachsenen Sachen aus Ihrer Sicht sind und wie schön auch kleine unscheinbare Dinge sein können. Die Kinder haben mir meine Fantasie wieder näher gebracht und nehmen mich täglich mit auf Reisen Ihrer Wünsche, Träume und Hoffnungen.

Ich kann abschließend sagen, dass ich zwar durch meine Kinder „erwachsen“, selbstbewusster und verantwortungsvoller geworden bin, aber auch dass ich durch meine Mädchen, mein eigenes, inneres Kind wieder gefunden habe und wir so gemeinsam die Welt entdecken. Wir alle gemeinsam und dennoch jeder für sich. Wir erleben und entdecken die Welt, unsere Welt, neu Tag für Tag neu.

3 Kommentare

  1. Ein schöner Beitrag 🙂 gern geteilt! Danke für’s Mitmachen!

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