Kinder und Tiere- ja oder Nein?

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Nicole vom Blog LiNiChri ruft zur Blogparade „Kinder und Tiere- Ja oder Nein?“ auf.

Da ja allg. bekannt ist, haben wir einen Kater. Monsieur Spot ist ein wirklich sehr umgängliches Wesen der Gattung Katze und scheint sich bei uns außerordentlich Wohl zu fühlen. Ich meine, er weiß, wie er sein „Personal“, also uns, dazu bekommt, dass sein Fressnapf gefüllt wird, seine Toilette sauber ist und er seine Streicheleinheiten erhält.

Monsieur Spot ist aber auch unglaublich liebenswert und umgänglich. Natürlich ist er der absolut ärmste Kater der ganzen Welt. Das zumindest vermittelt er jedem Besucher, der durch unsere Wohnungstür kommt. Diesem schmeißt er sich nämlich immer und grundsätzlich auf den Schoss, sobald man sich hingesetzt hat, um gekrault zu werden.

Aber von vorne:

Ich bin bereits mit einem Kater aufgewachsen. Kater Karl lebte 18 Jahre bei meinen Eltern und mir, bis er in den Katzenhimmel ging. Ich habe den Kater geliebt. Wenn gleich ich es nicht gut fand, wenn meine Mama mich dazu bewegen wollte die Katzentoilette zu säubern. Ich fand es auch früher, als kleineres Kind, schauerlich, wenn Karl mit Trophäen seiner Jagt zu Haus aufschlug.

Ich habe als Kind immer mit dem Kater gespielt, wenn er denn Lust hatte oder habe mich einfach zu Ihm gesetzt und konnte Ihn Stunde um Stunde streicheln. Ich durfte Ihn füttern und freute mich, dass er da war. Er gehörte einfach zur Familie.

Ich fand es auch wunderbar, dass er seinen eigenen Kopf hatte und habe mich immer wieder köstlich darüber amüsiert, wenn mein Papa versuchte Ihm etwas beizubringen.

Zum Beispiel war für meinen Papa ganz klar, das Karl nicht, wirklich absolut nichts, im Ehebett zu suchen hat. Dem Kater war dies geflissentlich egal. So kam es zum Beispiel, dass mein Papa den Kater im Bett erwischten. Karl lag total gemütlich schlafend auf Papas Seite vom Bett und hatte alle viere von sich gestreckt. Er sah kurz auf als mein Papa das Schlafzimmer betrat um sich dann wieder niederzulegen. Als dem Kater allerdings bewusst wurde, wen er da gesehen hat und das konnte man dem Katzengesicht förmlich ansehen, sprang dieser wie von einer Tarantel gestochen auf und raste vom Bett und raus aus dem Schlafzimmer. Mein Papa unterdessen hatte seinen Hausschlappen bereits in der Hand und raste fluchend hinter dem Kater her. Karl flüchtete ins Bad und sprang auf den Rand der Badewanne. Was er nicht oder definitiv zu spät sah, war, dass meine Mama das Badewasser einließ. So platschte der Kater in die halb volle Wanne und war sichtlich pikiert, als er pitsch nass wieder da raus krabbelte. Der Kater war ungelogen eine gute Woche beleidigt und würdigte meinen Papa keines Blickes. Was meinen Papa recht wenig interessierte. 

Solche Momente brennen sich ins Gehirn. Es war einfach eine Urkomische Situation, von außen betrachtet. Dem Kater hat es wirklich nicht gefreut, aber in dem Moment war es einfach lustig.

Als Kater Karl dann verstorben ist, wollte mein Vater kein neues Haustier. Er sprach immer von den Kosten, die ein Tier mit sich bringt. Also Fressen, Katzenstreu und Tierarzt-Rechnungen. Dem Aufwand, wenn man in Urlaub fährt, den Haaren usw. Für mich stand allerdings fest, dass ich definitiv wieder ein Haustier haben werde.

Monsieur Spot zog ein

So kam es dann, als unsere Große drei war, das Monsieur Spot zu uns kam. Mein Mann wusste, dass ich unbedingt einen Kater haben wollte und hatte nichts dagegen einzuwenden. Auch er ist in einem Katzenhaushalt aufgewachsen. Monsieur Spot kam einfach zu uns. Wir gingen nicht zu einem Züchter oder Händler, nein er kam zu uns. Er suchte sich seine Familie aus und blieb, bis jetzt.

Die Große fand sofort einen Narren an dem Tier und auch unsere Mini liebt den Kater. Sie füttern Ihn abwechselnd und sehen immer zu, dass er genug Wasser hat. Die Mädchen bürsten das Fell und spielen mit Ihm. Das meine ich übrigens wörtlich. Monsieur Spot lässt nämlich absolut alles mit sich machen. Er ist eigentlich eher ein untypisches Wesen der Gattung Katze. Er lässt sich von den Kindern tragen, sich in den Puppenwagen setzen und durch die Wohnung fahren oder legt sich wie ein Nerz um meinen Hals, während ich die Hausarbeit mache. (Jetzt gerade liegt er übrigens auch auf meinen Schultern).

Was bedeutet es für meine Mädchen, ein Tier zu haben?

Die Kinder lernen, ein Tier ist ein Lebewesen und kein Spielzeug. Sie wissen, ein Tier hat Gefühle und dass sie nicht Grob mit Monsieur Spot umgehen dürfen. Sie dürfen Ihm keine Schmerzen zufügen. Sie wissen auch, dass wenn es Spot zu viel wird, er mal kratzen kann. Das ist aber erst zwei oder drei mal passier in den Sechs Jahren, die er jetzt bei uns lebt.

Die Kinder lernen Verantwortung zu tragen. Das zeigt sich darin, dass sie bei der Versorgung mithelfen. Wie oben bereits erwähnt, füttern sie Ihn und kümmern sich mit um das „Beautyprogramm“. Die Kinder werden auch mit einbezogen, wenn es um die Reinigung der Katzentoilette geht. Auch unangenehme Aufgeben gehören zu Versorgung eines Haustieres. Hierbei müssen sie aber lediglich die Mülltüte aufhalten oder mit mir gemeinsam die Katzentoilette mit der Schaufel aufräumen.

Monsieur Spot gehört zur Familie und das finden wir gut!

Würde ich ein Haustier für Familien empfehlen?

Ich finde es Grundsätzlich nicht verkehrt, wenn Familien mit Kindern auch Haustiere haben. Natürlich sind Haustiere mit Kosten verbunden. Haustiere machen selbstverständlich auch Dreck. Man trägt eine Verantwortung für das Tier und sollte es niemals nur als Spielkamerad für das/ die Kind/er halten.

Kinder lernen mit Tieren umzugehen. Sie lernen, dass Tiere Lebewesen sind und dass man dafür eine Verantwortung trägt. Kinder entwickeln ein Pflichtbewusstsein gegenüber dem Haustier und lernen es zu versorgen, wenn man sie dazu anleitet. Sie lernen, dass man nicht nur mit dem Tier spielen und schmusen kann. Auch wenn das Kuscheln mit dem Tier (ich gehe jetzt mal von unserem kater aus) eine sehr beruhigenden Wirkung auf einen hat und nicht nur dem Tier, sondern auch dem Mensch gut tut.

Die Eltern sollten aber immer hinter der Entscheidung für ein Haustier stehen. Und sich im klaren sein, dass nicht die Kinder alleine die Verantwortung für ein Tier und wenn es nur eine Maus ist, tragen können. Ein Tier wächst in die Familie mit ein und entwickelt sich, meistens, zu einem Familienmitglied.

Daher bin ich persönlich für ein Haustier in einer Familie. Allerdings muss man sich wirklich Bewusst sein, was es alles mit sich bringt, wenn man ein Haustier halten möchte.

 

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